Premiere geglückt: Sören Otten wird Zweiter bei Mitteldistanz

Mit einer überragenden Leistung hat sich Sören Otten Silber bei der Mitteldistanz in Wilhelmshaven gesichert. Moritz Belmann schwamm, radelte und lief in der Sprintdistanz zu Bronze. Andreas Thiel wurde Vierter.

WHV Team

Es war eine Demonstration seiner Stärke. Sören Otten, Europameister im Duathlon Langdistanz, zeigte auf seiner ersten Mitteldistanz eine beeindruckende Leistung. In seiner Heimat Wilhelmshaven drückte er dem Rennen über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen seinen Stempel auf. Schon bei der ersten Teildisziplin schwang sich der Wahl-Darmstädter zu ungeahnten Höhen auf. Mit einer Zeit von 27:00 Minuten erreichte Otten die viertschnellste Zeit in seiner „Wackeldisziplin“. „Bei der Wende habe ich mich umgesehen. Es war keiner an meinen Füßen und ich hatte einige Meter Vorsprung. Da wusste ich, dass es ein guter Start war“, sagte der überglückliche Silbermedaillengewinner nach dem Zieleinlauf. Auf dem Rad zeigte Otten dann eine Meisterleistung. Auf dem Rundkurs distanzierte er die gesamte Konkurrenz. Mit 2:16:45 Stunden erreichte der asc-ler die schnellste Radzeit. Selbst Christian Haupt, der spätere Sieger des Rennens und Ironman-Hawaii-Teilnehmer, musste sich Otten in dieser Disziplin geschlagen geben. „Ich bin sehr gleichmäßig gefahren und konnte mein hohes Tempo während der gesamten Strecke durchhalten“, analysierte Otten. Der abschließende Halbmarathon wurde zum spannenden Zweikampf Otten gegen Haupt. Mit eineinhalb Minuten Vorsprung ging der asc-ler auf die 21,1 Kilometer lange Laufstrecke. Doch Haupt, der für Hannover 96 an den Start ging, saugte sich Runde um Runde weiter an ihn heran. In der letzten Runde stellte der Hannoveraner Otten beim Anstieg zum Deich. Otten lief beherzt weiter und kam mit einer Gesamtzeit von 4:07:19 Stunden als Zweiter ins Ziel. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen. Es war überragend“, freute sich Otten, der sich mit diesem Wettkampf auch für die Duathlon-Weltmeisterschaft Anfang September vorbereitet hat.

Ebenfalls am Start im hohen Norden waren die asc-ler Moritz Belmann und Andreas Thiel. Belmann absolvierte dabei ein Doppelprogramm. Um 9:00 Uhr warf sich der 25-Jährige für die Mitteldistanz-Staffel des ausrichtenden Vereins in die Fluten der Nordsee. Nach 1,9 Kilometern und einer Zeit von 29:45 Minuten wechselte der asc-ler als erster Staffelstarter auf seinen Radkollegen. Am Ende sprang für das Trio der dritte Platz im Navy-Tri-Cup heraus. „Es war spannend, die 1,9 Kilometer der Mitteldistanz zu schwimmen. Ich bin zum ersten Mal so einen langen Wettkampf geschwommen“, sagte Belmann, der fünf Stunden später zusammen mit Andreas Thiel auf die Sprintdistanz ging. In der letzten Startgruppe des Tages zeigten beide Darmstädter eine gute Leistung auf der ersten Teildisziplin. Belmann verließ mit der viertschnellsten Schwimmzeit das Wasser. Thiel machte sich als 13. auf die 20 Kilometer lange Radstrecke. Auf dieser setzte Belmann ein starkes Zeichen. Der asc-ler kam mit den windigen Bedingungen hervorragend zurecht und schob sich weiter nach vorne. „Ich habe mich auf dem Rad sehr gut gefühlt. Es lief einfach“, beschrieb Belmann seine Radleistung. Mit einer Zeit von 34:10 Minuten stellte der Wahl-Darmstädter den Kontakt zu den Podestplätzen her. Auch Andreas Thiel schob sich auf dem Rundkurs durch die Wiesen des Wilhelmshavener Hinterlandes weiter nach vorne. Mit einer Zeit von 35:54 Minuten machte er etliche Plätze gut und ging als Vierter auf die abschließende Laufstrecke. „Beim Radfahren habe ich vor allem auf dem ersten Teilstück alles gegeben, um weiter nach vorne zu kommen. Leider habe ich hinten raus etwas Zeit liegen lassen“, sagte Thiel. Die 5,235 Kilometer lange Laufstrecke führte malerisch gelegen direkt am Meer entlang. Die Strandpromenade war gesäumt von Sportlern und der Wind sowie die Brandung des Meeres sorgten für einmaliges maritimes Flair. Auf dieser Strecke verteidigte Belmann seinen Podestplatz. Mit einer Gesamtzeit von 1:03:19 Stunden erreichte der Darmstädter hinter Benedikt Seibt (LAZ Saarbrücken) und Felix Reifenberg (SSF Bonn TEAM artegic) das Ziel als dritter Athlet und erster Sportler seiner Altersklasse. Andreas Thiel beendete mit einer Gesamtzeit von 1:08:16 Stunden den Wettkampf und freute sich über den vierten Gesamtrang und den zweiten Platz in der Altersklasse. „Das Rennen war top, die Strecken wunderschön und die Organisation perfekt. Im nächsten Jahr bin ich gerne wieder dabei“, zog Belmann ein durchweg positives Fazit eines erfolgreichen asc-Tages an der Nordsee.