Voller Elan in die neue Saison: Trainingslager für die Athleten

Triathleten des asc Darmstadt absolvieren erfolgreiches Trainingslager vor der eigenen Haustür. Es war nicht das optimalste Wetter für die Trainingswoche daheim. Während sich der März in den ersten drei Wochen von seiner Sonnenseite zeigte, vermiesten Orkantief Niklas und seine…

Böllenfalltor Darmstadt

Böllenfalltor Darmstadt

… Kollegen die Wetterbilanz gehörig. Böige Winde, Regenschauer und Temperaturen die an den November erinnerten prägten das Bild in Südhessen. Nichtsdestotrotz zogen die Sportlerinnen und Sportler des asc ihre Trainingswoche durch. Angeleitet von Trainerin Silke Tesseraux radelten und liefen die Triathleten durch die Darmstädter Wälder und auf den Straßen rund um die südhessische Universitätsstadt. Dabei legten die Sportler die Grundsteine für die kommende Saison in der der asc Darmstadt gleich mit jeweils zwei Frauen- und Männermannschaften in den verschiedenen Ligen an den Start geht.

Den Startschuss machte am Samstag das gemeinsam Lauf- und Schwimmtraining. Rund um den Darmstädter Dachsberg absolvierten die Triathleten ihre Runden. Im Trainingsbad sorgten lange ausdauernde Strecken für die passende Anschlussbelastung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wartete auf die Sportler ein Training der besonderen Art. Denn während alle Triathleten mit den Begriffen Laufen, Schwimmen und Rad fahren sehr viel anfangen können, ist das Faszientraining für viele Aktive noch Neuland. „Faszien sind das Bindegewebe welches alle Muskeln und Organe umfasst“, erklärte Silke Tesseraux. Verkleben diese Faszien könne es zu schmerzhaften Prozessen im Köper kommen. Um diesen vorzubeugen, rollten und kugelten sich die Sportlerinnen und Sportler über große Rollen und Tennisbälle. Damit lockerten sie das Bindegewebe, meist unter schmerzverzerrtem Gesicht. „Je öfter man diese Übungen macht, desto einfacher werden sie“, sagte Tesseraux mit einem Lächeln.

Nicht zum Lachen war im Anschluss das Wetter der nachfolgenden Tage. Der Starkregen am Sonntag mache aus der Rad- eine Laufeinheit. Der aufkommende Wind und die Regenschauer mit Hagel machten den Sportlern am Montag bei der rund 65 Kilometer langen Radausfahrt durch das südhessische Flachland zwischen Mannheim und Darmstadt das Leben schwer. So war am Mittwoch Improvisationstalent gefragt. In einer Darmstädter Tiefgarage bauten die Triathleten ihre Rennradrollen auf. Zu guter Musik und unter Anleitung von Silke Tesseraux absolvierten die Sportlerinnen und Sportler ein 90 minütiges Programm mit fünf Anstiegen. „Das Training hatte richtiges Rocky-Feeling“, sagte Moritz Belmann nach der Einheit mit einem Augenzwinkern.

Da sich Orkantief Niklas zum Ende der Woche verzog, ging es auch für die asc-ler wieder auf die Straße. Am Donnerstag und Freitag absolvierten sie nochmals zwei Radausfahrten. Diesmal führte die Strecke durch den Odenwald. An den Anstiegen und bei den Abfahrten konnten die Triathleten ihre Fertigkeiten im Gebirge unter Beweis stellen beziehungsweise trainieren. Aber nicht nur auf der Straße, in den Laufschuhen und im Schwimmbecken muss ein Triathlet topfit sein, auch seine körperliche Stabilität und Dehnbarkeit ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. So stand am Donnerstagabend eine Einheit zu genau diesen beiden Schwerpunkten auf dem Programm. In der Bessunger Knabenschule schwitzen die Triathleten auf den Gymnastikmatten.

Am Ende war das Trainingslager daheim für alle Teilnehmer ein Erfolg. In der Gruppe machten sich die Sportler fit für die kommende Saison.