Saisonauftakt unter Palmen

Moritz Belmann hat zu Beginn der Saison ein Ausrufezeichen gesetzt. Auf der Olympischen Distanz in Santa Cruz de Tenerife holte er den 15. Platz. In einem internationalen Starterfeld überzeugte der asc-ler vor allem beim Schwimmen. Mit seiner Gesamtleistung bei seinem zweiten Wettkampf über die Olympische Distanz war der 25-Jährige zufrieden.

Während in Deutschland noch lange nicht ans Schwimmen unter freiem Himmel zu denken ist, trainiert und lebt asc-ler Moritz Belmann seit Oktober auf Teneriffa. Im Tenerife Top Training (T3) bereitet er sich bei perfekten Bedingungen auf die neue Saison vor. Eine erste Standortbestimmung stand am 12. März auf dem Programm. Mit der Olympischen Distanz beim Ocean Lava Triathlon in Santa Cruz, der Hauptstadt der größten kanarischen Insel, war diese schon eine beachtliche Herausforderung. „Meine letzte Olympische Distanz bin ich 2015 gelaufen. Deshalb war ich gespannt, wie ich mich schlagen würde“, sagte der 25-Jährige.

Dieser zeigte beim Schwimmen, dass sich die Stunden im Pool des T3 ausgezahlt haben. Nach dem Start setzte er sich in der Führungsgruppe fest und kam als Achter aus dem Atlantik gestiegen. „Durch den Wind, die Flut und die Wellen waren es schwere Bedingungen. Vor allem die Orientierung war durch die kleinen Bojen kompliziert. Deshalb bin ich mehr als zufrieden, dass ich das Tempo der Führenden mitgehen konnte“, analysierte der Wahl-Darmstädter. In der Wechselzone und beim Radaufstieg machte sich das hohe Tempo allerdings bemerkbar. Belmann verlor Zeit und beim Radaufstieg auch noch das Gleichgewicht. Nach dem Sturz musste sich der Regionalligastarter wieder aufrappeln und erst einmal alleine auf die Zeitenjagd über die 42 Radkilometer gehen. „Durch meinen schlechten Wechsel habe ich leider den Anschluss verloren. Das ist gerade bei einem Windschattenrennen entscheidend. So musste ich zu viele Körner in der ersten Radrunde investieren“, erklärte Belmann. Nach eineinhalb Runden fand der Darmstädter eine Gruppe und beendete die zweite Disziplin auf Platz elf.

Beim Laufen hielt der asc-ler über die ersten fünf Kilometer den Kontakt zu den Top Ten. Doch nach der Hälfte der zehn Kilometer machten sich das warme Wetter und der starke Wind bemerkbar. Belmann verlor einen Platz nach dem anderen. „Beim Laufen musste ich richtig kämpfen. Die Muskeln brannten und die Bedingungen waren richtig hart. Aber glücklicherweise hatte ich tolle Unterstützung an der Strecke“, blickte der Student der Hochschule Darmstadt zurück. Angefeuert von seinem Mannschaftskollegen Jan Keller und Arbeitskollegen aus dem T3 kam Belmann nach 2:09:11 Stunden völlig erschöpft ins Ziel. Als 18. der Gesamtwertung und 15. bei den Männern zog der asc-ler dennoch ein positives Fazit: „Das Rennen hat mir gezeigt, wo meine Schwächen liegen. Wir haben aber auch erst März. Bis zum ersten Höhepunkt ist noch genug Zeit, um an diesen zu arbeiten. Für meine insgesamt zweite Olympische Distanz und das internationale Starterfeld bin ich mit meiner Leistung zufrieden.“